Um drei Uhr klingelte der Wecker und riss mich aus meinem gerade einmal zweistündigen Schlaf. Ich hatte bei meiner besten Freundin Yvi übernachtet, um mir die Autofahrt bis nach Hamburg zu ersparen, und war dennoch ziemlich Müde.
Nach einer Dusche und den erfrischenden Auswirkungen von Make-up sah man es mir nicht nur deutlich weniger an, sondern ich fühlte mich auch gleich fitter.
Wir schnappten uns unsere Koffer und stiefelten voller Vorfreude zur S-Bahn. Am Hauptbahnhof gönnten wir uns einen heißen Kakao und warteten danach geduldig auf unseren ICE, der uns bis nach Frankfurt bringen sollte.

Die vierstündige Zugfahrt war trotz schwankendem Handyempfang schnell vorbei. Zum Glück kennen wir uns seit 23 Jahren und haben daher nie das Problem, das uns die Gesprächsthemen ausgehen.

In Frankfurt angekommen, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel. Eigentlich wollten wir die Koffer dort abstellen, weil das Zimmer erst später frei werden würde, doch zu unserem Glück war bereits alles bereit, als wir dort ankamen.
Wer das Zimmer in meinem Vlog zur Buchmesse gesehen hat, kann sich vorstellen, dass wir positiv überrascht waren. Die Dusche war ein Traum, man hatte überall viel Platz und das Bett war federweich.
Zum Ausruhen blieb uns aber erst einmal keine Zeit, wir wollten schließlich ein paar Termine wahrnehmen und mussten uns langsam beeilen.

Mit der Straßenbahn kamen wir zügig an und schon vor dem Messegelände wurde deutlich, dass es sehr voll sein würde. Trotzdem kamen wir ziemlich schnell durch den Eingangsbereich und konnten direkt unser Hauptziel Halle 3.0 ansteuern. Dort drehten wir eine kleine Runde um uns einen Überblick zu verschaffen. Das Erste was wir mitunter entdeckten war der Papyrus Autor Stand, an dem mein Buch »Hope – Unsere einzige Hoffnung« ausgestellt wurde und wo ich mich mit meinem Roman ablichten ließ.
Danach ging es zu dem Termin »Ask the Experts« mit Katja Piel und Richard G. Buzzi, denen man in dieser gemütlichen Runde Fragen zur Selbstveröffentlichung stellen konnte. Wir hatten das Glück, dass wir noch einen Platz am Tisch bekamen und ich ebenfalls etwas nachhaken durfte. So kam es auch, dass Katja Piel und Richard G. Buzzi sowie weitere Zuhörer meine Leseprobe von Hope erhielten. Nach diesem Termin entstand ein Foto mit der lieben Katja Piel, der ich auf diesem Wege noch persönlich ein paar Worte sagen konnte. Ich hatte schließlich ihre »Kuss der Wölfin Trilogie« gelesen und hatte mir schon den einen oder anderen nützlichen Tipp aus ihrem Blog geholt.

Danach ging es für uns erst einmal an die frische Luft. Auf dem Weg nach draußen kamen wir noch bei Mona Kasten vorbei, die am Stand von Neobooks fleißig dabei war ihre Bücher zu signieren. Natürlich habe ich die Zeit genutzt und ein paar Aufnahmen gemacht. Mona Kasten verfolge ich selbst nämlich vor allen Dingen über ihre beiden YouTube-Kanäle und so war es schön, sie einmal live erleben zu dürfen.

Nachdem wir uns durch die Mengen hinausgekämpft hatten, gönnten wir uns zur Stärkung ein Crêpe. Vermutlich hätten wir diesmal etwas anderes gegessen, als schon zur Leipziger Buchmesse, aber dieser Stand war als Einziger nicht ganz so überlaufen.
Ein paar Videoaufnahmen später fanden wir uns auch schon in Halle 3.1 wieder, um Daniela Katzenberger zu sehen. Die Blondine mit der etwas quietschenden Stimme hätte man jedoch ohnehin nicht verpassen können, denn die Menschentraube war nicht zu übersehen. Der Andrang verstopfte quasi mehrere umliegende Gänge und die Handys und Kameras streckten sich plötzlich in die Höhe. Zu Beginn waren wir noch ziemlich weit von ihr entfernt, aber dank der Möglichkeit mit meinem Camcorder heranzuzoomen hatte ich sie auch dort schon gut im Blickfeld. Später ergab sich die Chance etwas näher heranzukommen, doch lange hielten wir es in den Massen nicht aus. Es war ein wahnsinniges Gedränge, dass man sich nicht ewig antun wollte. Dennoch war es sehr interessant einmal einen Blick auf sie werfen zu können und den Hype um sie live zu erleben.

Bevor es zu Sebastian Fitzek ging, schmökerten wir noch etwas in den vielen Büchern und schlenderten ein wenig durch die Stände. Wir waren zu diesem Zeitpunkt beide schon ziemlich erledigt. Einerseits zerrte wohl die Müdigkeit an uns und andererseits lag es sicher auch an der langen Fahrt und den vielen Eindrücken. Gerade an einem Messesamstag ist der Andrang riesig und dementsprechend herrscht dort eine ziemliche Geräuschkulisse. Trotzdem wollten wir unbedingt noch Sebastian Fitzek und eine meiner Leserinnen treffen, mit der ich mich im Vorwege schon dazu verabredet hatte. Also ging es wieder raus an die frische Luft, um etwas wacher zu werden und neue Kraft zu tanken. Das hat auch ganz gut geholfen um den Rest, voller Vorfreude, auch noch in Angriff zu nehmen.
Am Stand von Bastei Lübbe, wo Sebastian Fizek um 15 Uhr Autogramme geben würde, waren um 14 Uhr nur ein paar Leser in ihre Bücher vertieft. Es standen zu diesem Zeitpunkt etwa maximal zwei bis drei Personen für ein Autogramm an. Im Laufe der nächsten 60 Minuten jedoch, wurden aus diesen paar Menschen Hunderte.
In meinem Vlog kann man sehen, wie sich die Menschenmenge um den kompletten Stand herumschlängelt und dann in einem der Gänge verschwindet. Es ist Wahnsinn, wie viele Leser Fitzek begeistert und wie sie bereitwillig, für einen kurzen Moment mit ihrem Autor warten. Wir hatten uns einen tollen Platz gesichert und durften ihn daher sehr nah erleben.
Später stießen dann auch Michaela und ihre Freundin zu uns. Michaela habe ich vor unserem Treffen als Leserin der ersten Stunde bezeichnet, denn das ist sie auch. Schon meine erste Veröffentlichung »Cataneo – Der Weg Splendors« hatte sie direkt gelesen und rezensiert. Seitdem sind mittlerweile zwei Jahre vergangen und es ist schön, dass ich sie auch mit »Hope – Unsere einzige Hoffnung« begeistern konnte. Mich freut es, dass ich Leser habe, die von Beginn an dabei sind und meinen Weg mitverfolgen. Ich stehe gern mit ihnen in Kontakt und war daher sehr froh auch Michaela einmal treffen zu dürfen. Ich hoffe, dass es sich für sie ebenfalls gelohnt hat und sie viel Freude an meiner Signierung ihres Buches haben wird. Sicherlich werden wir uns bei Gelegenheit nochmal treffen. Dann natürlich ausgeschlafen und in etwas ruhigerer Umgebung.

Nur kurze Zeit danach haben wir die Buchmesse verlassen und sind zurück zum Hotel gefahren. Eigentlich waren wir so erledigt, dass wir ins Bett hätten fallen können, aber wir wollten natürlich auch noch etwas von Frankfurt sehen. Das hieß für uns, dass wir uns kurz frisch machten, uns einen kleinen Schluck Sekt gönnten und dann direkt zur Rezeption gegangen sind. Dort empfahl man uns zum Essengehen ein deutsches Lokal in unmittelbarer Nähe mit dem schönen Namen »Zu den 12 Aposteln« und meinte, wir könnten danach in einer Cocktailbar einen wunderschönen Blick über Frankfurt genießen. Wie die Bar hieß, sagte man uns allerdings nicht, man konnte uns lediglich sagen, dass sie in einem weißen Gebäude ziemlich weit oben lag. Naja, das sollte uns genügen und hatte auch etwas von einer kleinen Schatzsuche.
Beim Restaurant war es schon einmal so voll, dass man schon von Beginn an wusste, dass das Essen gut sein musste. Für einen Tisch sollten wir 2 Stunden warten, oder wir hätten die Wahl, notfalls im unteren Bereich an der Bar zu essen. Wir entschieden uns für die Bar, wobei wir uns jedoch noch einen kleinen Bartisch und Barhocker sichern konnten. Dort hatte man genug Platz für unsere Getränke und das Essen. Der Service war freundlich und man musste auch nicht lange warten, bis die Teller kamen oder abgeräumt wurden. Vom Essen waren wir beide begeistert und die rustikale Atmosphäre war wirklich gemütlich. Wir können das Restaurant ebenfalls nur empfehlen und dürfen an dieser Stelle dem Hotelpersonal für den guten Tipp danken.

Danach ging es satt und mit neuer Energie auf die Suche nach der Cocktailbar. In der Einkaufsstraße war einiges los und es gab auch dort viel zu entdecken. Neben einigen Musikern versuchte ein Mann mit Scream-Maske an etwas Kleingeld zu kommen, während wir nach dem weißen Gebäude Ausschau hielten. Ob wir im Endeffekt im richtigen Lokal landeten, weiß ich nicht, aber wir fragten einen netten Mitarbeiter vom Kino, ob er wüsste, wo wir eine höhergelegene Bar finden würden.
Zu unserem Glück sagte er, dass das Kino eine Bar im 8. Stock besäße, und zeigte uns dann auch direkt den Weg dorthin.
Die Aussicht von dort oben war atemberaubend und da es windstill war, sicherten wir uns direkt draußen Plätze. Dort gönnten wir uns jeder zwei Cocktails, plauderten und fuhren so richtig runter.

Der Tag hatte sich für uns gelohnt und wir schmiedeten bereits neue Pläne für die nächsten Buchmessen. Gegen 23 Uhr sind wir todmüde aber durchaus glücklich ins Bett gefallen und konnten vor unserer Abfahrt um 9 Uhr nochmal richtig Schlaf nachholen.

Unser Fazit ist schlichtweg positiv. Es lohnt sich immer eine Buchmesse zu besuchen, wenn man gern liest, oder selbst Autor ist. Man hat an diesem einen Ort die Möglichkeit so viele tolle Menschen zu treffen und wirklich viel zu erleben. Es macht Spaß, sich durch die ausgestellten Bücher zu blättern und sich interessante Veranstaltungen anzusehen. Wir werden zur nächsten Messe auf alle Fälle mehr Zeit einplanen, um dann ausgeruht und entspannt alles genießen zu können. Außerdem werde ich bei der nächsten Messe einen festen Termin und Treffpunkt einplanen, damit ich jeden interessierten Leser treffen kann. Und natürlich wird dann auch wieder ordentlich gefilmt, um jeden mitzunehmen, der leider nicht dabei sein kann.

Wir sagen: »Danke Frankfurt!«

Liebste Grüße,

Christin Thomas


Den Vlog zur Frankfurter Buchmesse findet ihr hier.